Wie man französische Wörter auch noch lernen könnte…

In der Arbeitsstunde lernen die Schüler und Schülerinnen neue Lerntechniken kennen und reflektieren ihre eigenen Lernstrategien. Denn Lernen sollte nicht langweilig sein und Lernen kann auf verschiedenste Art und Weise geschehen. Vielleicht lohnt es sich ab und zu Neues auszuprobieren und ungewöhnliche Ideen umzusetzen. Das jedenfalls haben die Schüler und Schülerinnen mit den neuen Franzwörtern gleich selber ausprobiert.

Zuerst erhielten sie den Auftrag zu Hause eine ungewöhnliche Idee auszuprobieren oder an einem ungewöhnlichen Ort zu lernen. Im Unterricht erzählten sie anschliessend von Lernphasen im Kleiderkasten, unter dem Bett oder sogar unter der Dusche. Ausprobieren! Wenn man sich dort konzentrieren kann, warum nicht?

Als nächstes erhielten sie den Auftrag die neuen Franzwörter im Schulzimmer sichtbar zu machen, damit man sie immer wieder vor Augen hat und sie sich so vielleicht besser einprägen kann. Die Schüler kamen auf verschiedenste Ideen:

Sie klebten auf die Stuhlrücken Zettel mit den neuen Wörtern, auf der einen Seite steht das deutsche Wort, auf der anderen Seite die französische Übersetzung.

Die Seitenwandtafeln wurden ebenfalls beschriftet und verziert und auch die Glaswand zwischen Schulzimmer und Gruppenraum weiss jetzt, wie man „l’après-midi“ oder „aujourd’hui“ schreibt!

An verschiedenen Orten im Schulzimmer hängen Lernplakate, wo die neuen Wörter unter anderem auch bildlich dargestellt sind. Rund um das Wort „aimer“ zeichnete eine Schülerin beispielsweise rote Herzchen.

Und auch von der Decke herunter hängen Karten mit französischen Vokabeln, die kann man auch während anderen Lektionen immer wieder betrachten!


Doch mit dem Malen, Kleben und Gestalten allein sind die Wörter noch nicht gelernt. Nächster Auftrag: 10 Minuten ist jeder und jede selbständig am Wörterlernen. Setzt euch zuerst ein Ziel, was und wie viel ihr in diesen 10 Minuten erreichen möchtet.

Klar, dass beim Lernen auch das konzentrierte Arbeiten am Pult Früchte trägt: Wort anschauen, sich einprägen, aufschreiben, kontrollieren, nochmals aufschreiben, neues Wort…

Vielleicht ist es auch wichtig genau heute seine Ruhe und Abstand von den anderen Schülern zu haben?


Man muss aber nicht still an seinem Platz sitzen um zu lernen! Vielleicht geht's besser im Stehen oder Herumgehen?


Nach den 10 Minuten Stillarbeitsphase brauchen die Schüler ein bisschen Abwechslung und Bewegung und Lernen schliessen sich ganz und gar nicht aus. Auch Spass und Wetteifer kommen anschliessend beim Treppensteigen auf: die Schüler und Schülerinnen fragen einander ab, wenn man das gesuchte Wort weiss, darf man eine Stufe höher steigen, wer es nicht wusste, geht eine Stufe hinunter. Verschiedene Varianten sind möglich und erlaubt!


zurück